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USB-Mikrofon: Vor- und Nachteile

Der Mikrofon-Markt umfasst viele verschiedene Mikrofontypen für die unterschiedlichsten Anwendungsmöglichkeiten. Diese unterscheiden sich nicht nur in ihrer Aufnahmequalität, sondern bringen teilweise auch andere Anschlüsse mit. Über XLR-Kabel und Klinkenstecker (3,5 mm & 6,35 mm) bis hin zu USB-Anschlüssen findest du alles auf dem Markt.

Genau mit diesen USB-Mikrofonen wollen wir uns einmal ausführlich beschäftigen, damit du am Ende einschätzen kannst, ob ein Mikrofon mit USB-Anschluss die richtige Wahl für deine Anwendungen ist.

Was genau ist ein USB-Mikrofon?

Ein USB-Mikrofon verwendet zur Übertragung der Signale anstatt eines XLR- oder Klinkenkabels eine USB-Verbindung (USB 2.0 und mehr). Da USB-Anschlüsse zu Großteil an PCs, Computern und Laptops zu finden sind, ergibt sich damit auch ein großes Einsatzgebiet des USB-Mikrofons. Gleichzeitig könnte man diesen Umstand auch als Limitierung sehen.

USB-Mikrofone werden in der Regel einfach mit dem PC verbunden und beginnen dann bei erstmaliger Verbindung automatisch mit der Installation des Treibers. Dabei handelt es sich meistens um Universaltreiber, sodass die Kompatibilität mit einer Vielzahl von Computer- und Laptop-Modellen sichergestellt wird. Nach der einmaligen Installation kann das USB-Mikrofon jedes Mal einfach verwendet werden – Plug & Play. Viele Hersteller legen dem Lieferumfang aber noch eine CD bei, auf der sich im Notfall der Treiber oder auch Aufzeichnungssoftware befinden.

Die Abtastrate (auch Sampling Rate) liegt bei USB-Mikrofonen meist um 16 Bit/48 kHz. Das Abtasten erfolgt dabei durch einen in das USB-Mikrofon integrierten Analog-Digital-Wandler. Das ist auch der Grund, warum Mikrofonsignale mit USB-Verbindung nicht wie bei Klinke über die Soundkarte oder beim XLR-Anschluss über ein Audio Interface geleitet werden müssen, sie werden direkt im Mikrofon umgewandelt. Natürlich sind meisten integrierten Wandler von der Qualität her etwas minderwertiger als zusätzliche Audio Interface, aber es gibt auch durchaus Ausnahmen auf dem Mikrofon-Markt.

Einsatzgebiet – digitale Anwendung und mehr!

Das Einsatzgebiet von USB-Mikrofonen erstreckt sich auf sämtliche Anwendungen digitaler Form, die mit dem PC zusammenhängen. Aber durch den Einsatz von Laptops können diese Mikrofone auch flexibel innerhalb der Wohnung oder im Freien verwendet werden.

  • Dabei reicht die Qualität, wie bereits oben erwähnt, vom Hobby- bzw. Laien-Einsatz bis hin zum professionellen Studioeinsatz.
  • Als Anwendungen am PC bieten sich das Vertonen von Videos beispielsweise für den eigene YouTube-Channel an. Außerdem kommen noch digitale Anwendungen im Bereich Let`s Play und Podcast hinzu.
  • Auch im Gaming-Bereich werden USB-Mikrofone eingesetzt. So sind Absprachen in Teamspeak und Co. klar verständlich.
  • Flexibel über den Laptop lassen sich mit einem USB-Mikrofon auch Interviews aufzeichnen oder Internettelefonie (Skype etc.) betreiben.
  • Mit teureren Modelle, welche einen qualitativ hochwertigen Analog-Digital-Wandler verbaut haben, sind auch Gesangsaufnahmen denkbar.

Insgesamt deckt das Einsatzspektrum eine Vielzahl von möglichen Anwendung ab, weswegen sich USB-Mikrofone derzeit wachsender Beliebtheit erfreuen und wohl auch in Zukunft noch weitere Marktanteile abgreifen werden.

Features:

Abhängig von Einsatzgebiet haben einige Mikrofone mit USB-Anschluss ein paar nützliche Features mit an Bord. Deshalb sollte vor dem Mikrofon-Kauf auch ein kurzer Blick auf eben diese Features gerichtet werden. Dazu zählen z.B.:

  • Ein integrierter Audioausgang direkt am Mikrofon ermöglicht es dem Benutzer nicht nur im Gaming-Bereich oder bei der Internettelefonie den Gegenüber zu verstehen, sondern hilft auch beim Aufnahmen von Gesang durch eine latenzfreie Überwachung.
  • Eine Mute-Taste zum Sperren der eigenen Aufnahme hilft unerwünschte Nebengeräusche nicht zu jedem Zeitpunkt umzuwandeln und dadurch gegebenenfalls andere zu stören, soweit du selber gerade nicht redest.
  • Ein Tischstativ oder ein Gelenkarm helfen bei der richtigen Positionierung des USB-Mikrofons auf dem Schreibtisch. Je nach Einsprechrichtung kannst du so die Qualität deiner Aufnahme ohne viel Aufwand steigern.
  • Eine Mikrofonspinne nimmt unnötige Vibrationen auf und sorgt so dafür, dass ein Anstoßen des Schreibtisches nicht gleich in einem unerwünschten Nebengeräusch resultiert.
  • Ein sogenannter Popschutz hilft auch USB-Mikrofonen vor dem Übersteuern durch Laute wie P und T oder Windbewegungen.

Übersicht über verschiedene USB-Mikrofone

 

Vorteile

  • Einfache Bedienung – Plug & Play
  • Analog-Digital-Wandler bereits integriert
  • kein externes Audio Interface benötigt
  • In vielen preisegmenten von Hobby bis professionell vertreten
  • Für viele Einsatzgebiete verwendbar

Nachteile

  • Integrierter Analog-Digital-Wandler schafft meist nicht die Qualität eines Audio Interfaces
  • Verarbeitung kann zwischen Preissegmenten schwanken

 

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